Die Gedankenwelt der Kindesmutter

entnommen aus ihrer versuchten Gegendarstellung zum Artikel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 2.3.2009

Trennungsväter – Weil die Mutter es nicht will.


Tochter (1) und Vater im Jahre 1999

Darstellung der Mutter:

„Ihr problematisches Vater-Tochter-Verhältnis begleitet Hannah von Beginn an. Als sie noch viel zu klein war, die Geschehnisse um sie herum intellektuell zu begreifen.“

1999 arbeitete der Vater ca. 4 Monate an seinem Spielfilm „Heirate mir! mit Uli Noethen und Verona Feldbusch

Darstellung der Mutter:

..„Als Hannah knapp ein Jahr alt war, kehrte der Vater (Douglas Wolfsperger) ihr und der Mutter den Rücken zu. Er, Regisseur, wollte einen Film drehen. Am Bodensee, viele Hundert Kilometer von seiner kleinen Tochter entfernt. Er wollte es so. Und er blieb weg. Es sollte ein langes halbes Jahr werden, das seine Tochter ihn nicht zu Gesicht bekam. Eines Tages stand er wieder in Köln vor der Tür.

Als Fremder für Hannah.

Denn sie wurde gerade dann von ihm verlassen, wo bei Kindern bekanntlich eine entscheidende Prägungsphase auf (primäre) Bezugspersonen stattfindet. Der Vater selbst hatte mit seinem konsequenten Fernbleiben und Nichtkümmern dafür gesorgt, dass eine Prägung seines Kindes auf ihn als väterliche Bezugsperson nicht erfolgen konnte.“…

„…zum späteren Ehemann der Mutter hatte Hannah vom ersten Kennenlernen an ein außergewöhnlich inniges Verhältnis…“


Tochter (4) und Vater im Frühjahr 2001

Darstellung der Mutter:

…„Hannah wurde trotz ihrer dramatischen Abwehr weinend und verängstigt immer wieder zu betreuten Umgängen gezwungen – als Einjährige, als Dreijährige, als Neunjährige…immer wieder.“…

 „Nach allem Erlebten ging Hannahs Ablehnung gegen ihren Vater schließlich so weit, dass sie nicht mal mehr seine mitgebrachten Geschenke annehmen wollte.“

 „Hannah litt in dieser Zeit immer wieder unter Albträumen, war nach den Besuchen tagelang verstört und wollte „da nie wieder hin!“.

Trotzdem versuchte die Mutter weiterhin, das Kind zu stabilisieren und den Vater für sie aufrecht zu erhalten.“...


Tochter (6) und Vater im Sommer 2003

Darstellung der Mutter:

…“Ein Vertrauen zum Vater ließ sich über all die vielen Jahre nicht herstellen. Hannah wollte mit ihrem Vater auf gar keinen Fall Zeit verbringen.“

Anfang 2004 wurde der Umgang von der Mutter abgebrochen.

Tochter und Vater durften sich nicht mehr sehen.

 Darstellung der Mutter:

„Sie überwand sich eines Tages, ihrem Vater selbst einen Brief zu schreiben. Sie teilte ihm mit, dass er sie bitte in Ruhe lassen und nicht ständig zu Dingen zwingen solle, die sie nicht möchte.“

 
Brief der 9-jährigen Tochter an den Vater

Nachdem mittlerweile 4 Jahre lang der Tochter-Vater-Kontakt durch die Mutter unterlaufen wurde, beschließt das Gericht, dass der Vater sich aus dem Leben seiner Tochter endgültig verabschieden soll.

Darstellung der Mutter:

„Seit dem eindeutigen Urteil des Berliner Kammergerichts vom 20.3.2008 ist Hannah wie verwandelt. Der Senat hatte festgelegt, dass Douglas Wolfsperger seine Tochter auf unbestimmte Zeit nicht mehr sehen darf. Das erste Mal hatte Hannah das Gefühl, im Zusammenhang mit ihren Interessen dem Vater gegenüber ernst genommen zu worden zu sein. : „Er kann mich nicht mehr zwingen.“

2010: Die 12-jährige Tochter hat zu ihrem Vater seit 6 Jahren keinerlei Kontakt mehr. Der Vater zahlt Monat für Monat an die Mutter den Kindes-Unterhalt (Einkommensgruppe 4 nach der Düsseldorfer Tabelle).

 Darstellung der Mutter:

..„zahlt er bis heute den gleichen Unterhaltssatz an seine Tochter, wie er laut Düsseldorfer Tabelle für einen unterhaltspflichtigen Sozialhilfe-empfänger vorgesehen ist.“…